AG NTFK Halle

AG »No Tears for Krauts«

AG NTFK Halle

Connewitz unbreakable? Warum wir gekommen sind, um den Linken Konsens zu brechen.

Redebeitrag: Über die dümmliche Parole „ACAB“

Und warum es trotzdem richtig ist, heute in Connewitz zu demonstrieren


„All Connewitzer are beautiful“ – so heißt diese Kundgebung. Wir alle wissen: Das ist gelogen. Connewitz ist nicht „beautiful“, sondern hässlich. Das Nennenswerteste, was den Stadtteil heute noch von anderen Mittelstandsvierteln unterscheidet – in denen ebenfalls die akademische und gesellschaftliche Elite von morgen residiert –, ist seine Militanz. Doch diese hat nur noch selten etwas mit der vernünftigen Abwehr von Nazis, Rassisten und Antisemiten zu tun. Sie ist ritualisiert, Pose statt Praxis, das letzte Distinktionsmerkmal in einer Stadt, in der Vielfalt, Kneipenszene und Kunstbetrieb längst als kulturelles Kapital entdeckt wurden.

Denn seien wir ehrlich: Die vielbeschworene Solidarität endet spätestens dann, wenn der gealterte widerständige Mittelstand um Kita-Plätze, Wohnraum und Standortvorteile für den eigenen Nachwuchs konkurriert. Gleichzeitig ist ausgerechnet in Connewitz die Linkspartei besonders beliebt. Eine Partei, die eine erschreckende Äquidistanz zu Putins Russland pflegt. Eine Partei, die alle anderen großen Parteien – inklusive der AfD – im Antisemitismus noch übertrifft. Sie organisierte den größten antisemitischen Auflauf seit 1945, als im vergangenen Sommer in Berlin 100.000 Menschen gegen Israel demonstrierten. Ihre Oberheidi forderte vor einigen Jahren ein großes Bündnis von Linken und Islamisten. Zu all dem passt die windelweiche Distanzierung der LINKEN von den Antisemiten, die hier marschieren wollen, ebenso wie die pauschale Erklärung, man wolle für heute „keine Mobilisierung“ betreiben.

Aber auch der Name dieser Kundgebung zeigt, dass nicht „alle Connewitzer“ „beautiful“ sind – jedenfalls nicht im Kopf. Denn die Parole spielt offensichtlich auf „ACAB“ an: „All Cops are Bastards“. Bezeichnend ist, dass es selbst beim Protest gegen linke Antisemiten nicht gelingt, diese Antisemiten klar zu benennen, sondern stattdessen reflexhaft auf die Polizei eingedroschen wird. Dabei ist die Realität unerquicklich simpel: Ohne Polizei gäbe es heute kein jüdisches Leben mehr in Deutschland. Würden sich jüdische Gemeinden beim Schutz von Synagogen, Schulen und Veranstaltungen auf linke Kiezmilizen verlassen, wären die Pogrome, auf die Handala und Konsorten hinarbeiten, längst Realität.

Das heißt nicht, dass wir Polizeiarbeit verklären wollen. Sie ist oft unzureichend – mal aus politischen, mal aus persönlichen, mal aus strukturellen Gründen. Und selbstverständlich zieht die Polizei autoritäre Figuren an. Das gilt allerdings für alle Vereine, die auf Korpsgeist, Befehl und Gehorsam beruhen: fürs Lehrerzimmer ebenso wie für Fußballultras oder die Mitglieder der Linkspartei, des größten Palästinakomitees seit der NSDAP.

Machen wir uns nichts vor: Dass die dümmliche Parole „ACAB“ bei Linken seit rund 15 Jahren immer populärer wird, hat wenig mit realer Polizeigewalt zu tun, die es selbstverständlich gibt. Es geht vielmehr auf den politischen und theoretischen Niedergang der Linken zurück. So ist es noch nicht lange her, dass zumindest diskutiert wurde, was Pier Paolo Pasolini 1968 nach einer Straßenschlacht zwischen politisierten Studenten und der Polizei sagte: „Als ihr euch gestern in der Valle Giulia mit den Polizisten geprügelt habt, hielt ich es mit den Polizisten. Weil sie Söhne von armen Leuten sind.“

Man muss dem Kommunisten Pasolini nicht zustimmen, um zu wissen, dass „ACAB“ eine Verfallsform von Gesellschaftskritik ist, zurückhaltend formuliert. In dem Maße, in dem die Linke kaum noch in der Lage ist, Staat und Kapital – und damit auch die gesellschaftliche Funktion der Polizei – angemessen zu analysieren und zu kritisieren, fällt sie zurück auf die infantile Vorstellung, alle „Cops“ seien eben „Bastards“. Eine Aussage, die der Neonazi genauso unterschreibt wie der rechte Hooligan.

Hinzu kommt eine zweite, ebenso entlarvende Verschiebung. Der Slogan „ACAB“ stammt ursprünglich aus dem Milieu englischer Gewohnheitsverbrecher, die ihn sich gern im Knast tätowieren ließen. Seit den 1970ern griffen ihn Punks, Nazis und Hells Angels auf. Von denen stammt auch der groteske Fetisch, Buchstaben in Zahlencodes zu übersetzen: Die Hells Angels nutzten 81 als Erkennungszeichen, Neonazis zogen mit 28, 88 und ähnlichem nach.

Dass inzwischen auch viele Linke diesem Unsinn anhängen – man denke nur an „161“ – legt nahe: Sie fühlen sich vom bündischen Gangwesen nicht nur angezogen, sondern sind selbst dabei, sich in eine Gang zu verwandeln. Dafür stehen die ästhetischen Anleihen bei der Ultraszene (Mobfotos, Pyrobilder, Transparentenklau) ebenso wie die real existierenden Kiezmilizen hier in Connewitz.

Deshalb wiederholen wir, was wir bereits in unserem Aufruf geschrieben haben: Wir demonstrieren heute nicht aus Viertelpatriotismus gegen den antisemitischen Aufmarsch. Nicht, um einen Mythos zu verteidigen. Und auch nicht, weil Connewitz besonders widerständig wäre. Sondern weil es konkret darum geht, antisemitischen Geländegewinnen entgegenzutreten. Weil Juden weiter aus öffentlichen Räumen gedrängt werden sollen. Weil Einschüchterung normalisiert werden soll. Und weil jeder Versuch, No-Go-Areas für Juden auszuweiten, gestoppt werden muss.


AG Antifa / AG No Tears for Krauts, 01/2026

 


Hurra, das ganze Dorf war da.

Warum Netanyahu antifaschistischer als der gemeine Connewitzer ist und „Nie wieder Gaza“ eine legitime Forderung darstellt

zum Beitrag


Enough is enough: Antisemiten entgegentreten!

Am 17. Januar mobilisieren verschiedene israelfeindliche Gruppen wie Handala und Students for Palestine zu einem antisemitischen Aufmarsch durch Leipzig-Connewitz. Ihr Ziel ist es, Connewitz zu einer No-Go-Area für Juden und Freunde Israels zu machen. Dies stellt eine unverhohlene Drohung dar.
Aus dem Umfeld der mobilisierenden Gruppen wurde allein in den letzten Tagen ein von Juden betriebenes Café angegriffen und ein Plakat, das die jüdischen Kulturtage bewirbt, antisemitisch beschmiert. Es werden fast 1000 Antisemiten erwartet.

Gegen diesen Versuch der massiven Einschüchterung wird es Gegenprotest geben, den wir aus Halle gerne unterstützen möchten. Hierzu wird es am Dienstag, 13.01. um 19 Uhr ein Vorbereitungstreffen im VL geben. Dort werden genauere Infos über die An- und Abreise, sowie geplante Gegenaktionen besprochen.
Gebt euren Freunden Bescheid und kommt zahlreich.

Kein Frieden mit Antisemiten!


Samstag, 17. Januar — 12 Uhr
Connewitzer Kreuz und/oder Conne Island



Aufruf der AG Antifa Halle zu den Gegenaktivitäten gegen den antisemitischen Aufmarsch in Leipzig Connewitz am 17. Januar 2026

Enough is enough:
Kein Frieden mit Antisemiten!

Am 17. Januar soll es in Leipzig-Connewitz einen antisemitischen Aufmarsch geben. Organisiert wird er diesmal nicht von bekennenden Nazis, sondern von Leuten, die sich als links begreifen und mal offen, mal stillschweigend gemeinsame Sache mit Islamisten machen. Beteiligt sind unter anderem Handala Leipzig und die Students for Palestine Leipzig.

 
Beide Gruppen sind seit Längerem durch ihren Israelhass hervorgetreten. Sie relativieren oder rechtfertigen den Terror der Hamas, bezeichnen das Massaker vom 7. Oktober, bei dem etwa 1 200 israelische Kinder, Frauen und Männer bestialisch ermordet wurden, als „Widerstand“, sprechen dem jüdischen Staat das Existenzrecht ab und bedienen sich einer Sprache, in der Juden systematisch als Täter, Unterdrücker oder Fremdkörper markiert werden. Das ist kein „radikaler Aktivismus“, sondern klassischer israelbezogener Antisemitismus – ergänzt um offene Sympathien für die Massenmörder des Islamischen Dschihad, der Hisbollah und der Hamas. Passend dazu gehen sie mit deren Kampfsymbol, dem roten Dreieck, regelmäßig hausieren. Wer hier noch von Missverständnissen spricht, will sie nicht aufklären.
 
 
Projektion statt Realität
 
Der Aufruf zu dieser Demonstration lässt sich nur sozialpsychologisch deuten. Dort wird behauptet, man könne in Connewitz nicht „ohne Angst“ mit Palästinensertuch oder Palästinaflagge auftreten. Das ist eine klassische Mischung aus Projektion und Verschiebungsleistung. Es gibt keine No-Go-Areas für Palituchträger. Das Palästinensertuch ist an Universitäten, in linken Szenen, im Kulturbetrieb und erst recht auf Neonazi-Demos präsent und akzeptiert. Wer es trägt, bekommt Zustimmung, keine Probleme.
 
Unsicher wird es dort, wo Juden sichtbar sind. Menschen mit Kippa, Davidstern oder israelischer Fahne werden bedroht, angegriffen und eingeschüchtert – gerade im Umfeld sogenannter „Palästina-Proteste“. Das ist keine Wahrnehmung, sondern Realität. Antisemitische Gewalt kommt gegenwärtig weniger von rechts, sondern von islamischer Seite und aus Milieus, die sich für progressiv halten.
 
Das Palästinensertuch ist dabei kein unschuldiges Accessoire. Es ist ein politisches Kampfsymbol. Es steht für ein Weltbild, in dem Juden als Hindernis, als Feind oder, um den zeitgenössischen Jargon zu bemühen, als „weiße Kolonisatoren“ erscheinen. Diese Bedeutung ist kein Missverständnis, sondern hat Geschichte.
 
Die politische Durchsetzung des Palästinensertuchs begann in den 1930er Jahren, während des Arabischen Aufstands gegen die britische Mandatsmacht und gegen die jüdische Einwanderung. Damals wurde es gezielt als antiwestliches und antijüdisches Symbol etabliert. Arabische Nationalisten und religiöse Führer forderten, den westlich konnotierten Fez abzulegen und stattdessen das Tuch zu tragen – als sichtbares Zeichen des Bruchs mit dem Westen, mit Modernisierung und mit jüdischer Präsenz. Wer sich weigerte, wurde bedroht oder angegriffen. Das Palästinensertuch setzte sich also nicht „von unten“ durch, sondern durch politischen und sozialen Zwang.
 
Seit den 1960er Jahren ist es international zum Erkennungszeichen antisemitischer Bewegungen geworden – getragen von Terrororganisationen, linken Israelhassern und Islamisten gleichermaßen. Wer es heute demonstrativ trägt, knüpft an diese Geschichte an. Ihm ist nicht kalt, wie es vor Jahren in einem Flugblatt hieß, sondern er hat etwas gegen Juden.
 
 
Die negative Aufhebung der Nation
 
Mitunter wird versucht, die Hamas, den Islamischen Dschihad oder ihre Apologeten von Handala als Vertreter und Freunde des nationalen Befreiungskampfs zu verstehen. Auch das ist eine Verkennung. Schon der traditionelle Befreiungsnationalismus war regelmäßig hochproblematisch: antiwestlich, autoritär, auf nationale Homogenisierung ausgerichtet und feindlich gegenüber Minderheiten. Und doch hielt er – bei aller Gewalt und Verrohung – oft noch ein brüchiges Menschheitsversprechen bereit: den Bezug auf Selbstbestimmung, auf politische Gleichheit, auf eine weltliche Ordnung.
 
Der Islamismus hingegen hat dieses stets prekäre Versprechen vollständig verabschiedet. Er ist nicht nationalistisch, sondern im Wortsinn anti-national und anti-aufklärerisch. Sein Bezugspunkt ist nicht ein Staat, sondern die Umma – das globale Kalifat. Es kennt keine Bürger, keine Rechte, keine Grenzen. Die Umma steht für die Zerstörung bestehender Nationalstaaten, nicht für ihre Befreiung. Der Nationalstaat mit seiner Trennung von Religion und Politik gilt Islamisten ebenso wie ihren linken Freunden als zu überwindendes Hindernis. Es geht ihnen nicht um die staaten- und klassenlose Weltgesellschaft, von der Marx und andere träumten, sondern um die negative Aufhebung von Staat und Kapital.
 
In diesem Punkt ähnelt der Islamismus dem Nationalsozialismus: Auch er richtete sich trotz seines Namens (der Hitler mitunter sogar unangenehm war) gegen den Nationalstaat, nicht um Freiheit zu schaffen, sondern um ihn durch eine gewaltsame Ordnung zu ersetzen. Dass Israel dabei im Zentrum des Hasses steht, ist kein Zufall. Der jüdische Staat widerspricht der Idee der Umma fundamental. Deshalb geht es nicht um Koexistenz, sondern um Vernichtung. Auch deshalb sind Vorschläge für eine Zweistaatenlösung bestenfalls naiv. Sie gehen, wie Umfragen zeigen, deutlich an den Wünschen des überwiegenden Teils der Palästinenser vorbei: Sie wollen keinen zweiten Staat neben Israel, sondern gar kein Israel.
 
 
Mythos Connewitz
 
Wie diese Logik wirkt, zeigt sich nicht nur im Großen, sondern auch ganz konkret im Lokalen. Handala und Co. erklären nicht nur Israel zum Feind, sondern alles, was sich der vollständigen Unterordnung entzieht. Deshalb richten sich ihre Angriffe nicht nur gegen das offen israelsolidarische Conne Island, sondern auch gegen die Linkspartei-Abgeordnete Jule Nagel und ihr Linxxnet. Nagel spricht sich – ganz großzügig, möchte man sagen – für das Existenzrecht Israels aus. Dennoch hat sie kein Problem damit, Mitglied einer Partei zu bleiben, die sich längst zum größten Palästinakomitee seit der NSDAP entwickelt hat, die bekennenden Israelhassern wie Ferat Koçak den Aufstieg ermöglicht und im September letzten Jahres die größte antisemitische Mobilisierung seit 1945 mitgetragen hat: Damals demonstrierten in Berlin 100 000 Menschen gegen Israel. Während andere prominente Parteimitglieder angesichts dieser Entwicklung ausgetreten sind, ist Nagel geblieben – und wird es sicher auch in Zukunft tun. Dass selbst ihre windelweichen Stellungnahmen und ihre erklärte Bereitschaft, weiterhin mit ausgewiesenen Antisemiten zusammenzuarbeiten, solange sie das richtige Parteibuch haben, nicht ausreichen, um sie vor Angriffen zu schützen, zeigt: Hier geht es nicht um Haltung, sondern um Disziplinierung.
 
Der Marsch durch Connewitz ist damit kein beliebiger Aufzug, sondern der Versuch, diese Feinderklärungen räumlich festzuschreiben. Wie bei früheren antisemitischen Aufmärschen geht es um Landnahme, Einschüchterung und Symbolik. Haben im Januar 2016, vor ziemlich genau zehn Jahren, noch Nazis und rechte Hooligans versucht, Connewitz anzugreifen, ist es nun das Ziel linker Antisemiten und ihrer islamistischen Verbündeten. Es ist darum mehr als nur ein Treppenwitz, dass sich auch die Neonazis von den Freien Sachsen angesprochen fühlen und kaum verholen mobilisieren.
 
Aber auch die Gegenmobilisierung kommt nicht ohne das obligatorische Brett vorm Kopf aus. Dort wird Connewitz mitunter als „solidarischer“ und „widerständiger“ Stadtteil beschworen. Das ist ein Mythos. Die vielzitierte Solidarität endet spätestens dort, wo sich der älter gewordene widerständige Mittelstand um Kita-Plätze, Wohnraum und Standortvorteile für den eigenen Nachwuchs streitet. Gleichzeitig feiert in Connewitz ausgerechnet die Linkspartei, deren Ikone Heidi Reichinnek vor einigen Jahren für den Nahen Osten ein Bündnis von Linken und Islamisten forderte, immense Wahlerfolge. Das Viertel ist also, mit anderen Worten, nicht mehr das, was es noch nie war.
 
Dennoch mobilisieren wir für den 17. Januar zu den Gegenprotesten gegen den antisemitischen Aufmarsch.
 
Nicht aus Viertelpatriotismus.
 
Nicht, um einen Mythos zu verteidigen.
 
Nicht, weil Connewitz besonders widerständig wäre.
 
Sondern weil es konkret darum geht, antisemitischen Geländegewinnen entgegenzutreten. Weil Juden weiter aus öffentlichen Räumen gedrängt werden sollen. Weil Einschüchterung normalisiert werden soll.
 
Und weil jeder Versuch, No-Go-Areas für Juden auszuweiten, gestoppt werden muss.
 
 
AG Antifa Halle,
01/2026
 


Von Schwestern und Muttis

Auf der Veranstaltung “Mütterimagines, Mückenstiche und die selbstverschuldete Unmündigkeit der Frau” haben wir folgendes Flugblatt verteilt:

[PDF] Flugblatt

Von Schwestern und Muttis

Werte Feministen,

seid Ihr auch der Meinung, dass Frauen für die bürgerliche Gesellschaft zu schwach sind und lieber im Kinderzimmerersatz der schwesterlichen Wohlfühlkommune leben sollten? Seid Ihr auch überzeugt, dass Frauen ein bisschen blöde sind und deshalb eine Übermutti brauchen, die ihnen das Selberdenken abnimmt? Nein? Wirklich nicht? Das freut uns, denn es bedeutet, dass die „antifeministische Regression“ bei Euch noch nicht so weit fortgeschritten ist wie bei denen, die sie beschwören. Weiterlesen

Der Lärm danach. Eine Antwort an unsere Kritiker

Der Redebeitrag, den wir kurz vor Weihnachten bei der Kundgebung vor der Moschee in der Leipziger Roscherstraße gehalten haben, hat offensichtlich eingeschlagen. Laut einigen Internetrittern, denen die Facebook-Aufmerksamkeitsökonomie längst in Fleisch und Blut übergegangen ist, verderben wir mit solchen Texten die Islamkritik; andere sahen durch uns gleich die Opfer des islamischen Terrors verraten. Aber auch von einigen Freunden kam Kritik. Und das ist gut so. Denn (1.) bietet uns diese Kritik die Möglichkeit, einige der Dinge, die in unserem recht eilig entstandenen Redebeitrag notgedrungen zu kurz kommen mussten, auszuführen. (2.) glauben wir, dass zumindest einige der von Freunden vorgebrachten Kritikpunkte tatsächlich diskutiert werden sollten. Weiterlesen

Redebeitrag zur Kundgebung gegen Islamismus in Leipzig

 

 

Wir dokumentieren unseren Redebeitrag zur Kundgebung der Leipziger Initiative gegen Islamismus vor der Al-Rahman-Moschee. Weitere Beiträge und Pressestimmen können auf der Homepage der Initiative (gegen-islamismus.de) sowie auf deren facebook-Seite nachgelesen werden.

[PDF] Redebeitrag von AG »No Tears for Krauts«
zur Kundgebung »Gegen Islamismus in
Leipzig!» am 21. Dezember 2018

Liebe Besucherinnen und Besucher, liebe Genossinnen und Genossen,

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Kundgebung: Gegen Islamismus in Leipzig!

Kundgebung vor der Al-Rahman Moschee

Roscherstraße 33A, 04105 Leipzig
21. Dezember 2018, 12 Uhr

 

Während des Höhepunkts der sogenannten Flüchtlingskrise im Spätherbst 2015 geschah in einer Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Gelände der Neuen Messe in Leipzig etwas Merkwürdiges. Die Betreuer der Einrichtung gaben an, dass sich täglich Bewohner der Unterkunft über die Möglichkeit einer schnellen Rückkehr in ihre Heimatländer erkundigten. Die Helfer rätselten, was diese vorwiegend aus dem Irak und aus Syrien stammenden Menschen, die sich erst unter größten Strapazen und Gefahren den Weg nach Europa gebahnt hatten, dazu bewog, ausgerechnet an jenen Ort zurückkehren zu wollen, von dem aus sie ihre Flucht begonnen hatten. Weiterlesen

Zur Kritik des islamischen Antisemitismus und seiner Bagatellisierung

Ein Veranstaltungstipp

Vortrag von Thomas Maul
Montag, 28. Mai 2018
19:00 in der Uni Leipzig, Raum HS 11, Hörsaalgebäude (HSG)
im Conne Island

Da der Raum an der Uni Leipzig für die Veranstaltung entzogen wurde, findet diese im Conne Island statt: http://gegen-antizionismus.de/veranstaltungen/zur-kritik-des-islamischen-antisemitismus/

Eine vernünftige Kritik des islamischen Antisemitismus hat mit ihrem Gegenstand nicht nur zur Sprache zu bringen, was in der westeuropäischen Öffentlichkeit allzu gern verschwiegen oder relativiert wird: dass die Gefahr für Leib und Leben von als Juden erkennbaren Juden gegenwärtig vor allem von bekennenden Moslems ausgeht, sondern zugleich deutlich zu machen, dass zu den jüdischen Opfern besser die Klappe hält, wer die anderen (autochthone wie migrantische Frauen, Homosexuelle, Christen) im Namen von Antirassismus und Religionsfreiheit unter den Teppich kehrt. Denn der islamische Suizid- wie Tugendterror zielt jenseits von Opfersortierung und ‑ranking immer auf das freie und selbstbestimmte Individuum als Produkt der Zivilisation. Dabei speist sich der Hass aus der – angesichts der Moderne unvermeidlichen – Krise der traditionellen islamischen Sexualmoral, die ihrerseits die Gemeinschaft der Gläubigen – und zwar in ihrer Mitte – als solche überhaupt erst konstituiert. Wer sich weigert, die bürgerliche Gesellschaft z.B. mit dem überfälligen Kopftuchverbot für Schülerinnen gegen die fortschreitende Islamisierung zu verteidigen, macht aus der Bedrohung aller freiheitsliebenden Menschen ein Problem der Juden und verrät damit die Juden wie sich selbst, was auf Bundestagsdeutsch heißt: „Flüchtlinge“ zur pädagogischen Auschwitzbesichtigung nötigen und einen „Antisemitismusbeauftragen“ installieren, der von „jüdischen Experten“ beraten, „Ansprechpartner für jüdische Gruppen“ sein soll.

Thomas Maul, freier Autor, Publizist und Schriftsteller lebt in Berlin und schreibt für die Zeitschrift ‘Bahamas’. Er ist u.a. Autor von »Die Macht der Mullahs« (ca ira Verlag, 2006), »Sex, Djihad und Despotie« (ca ira Verlag, 2010), »Darum negative Dialektik« (XS-Verlag, 2014) sowie der zweiteiligen Schrift »Wert und Wahn« (XS ‑Verlag, 2014 & 2017).

Veranstaltet im Rahmen der Reihe “70 Jahre Israel”:

Anlässlich des 70. Jahrestages der Staatsgründung Israels findet in Leipzig eine Veranstaltungsreihe zur Aufklärung über den auf Israel bezogenen Antisemitismus statt.
gegen-antizionismus.de

Im Zweifel dagegen

Vor einiger Zeit wurden “No Tears for Krauts” Halle auf dem in Leipzig weltbekannten “Sprachlos-Blog” (sprachlos-blog.de/no-ears-for-krauts) angegriffen. Der Grund: Wir hatten uns mit dem Conne Island solidarisiert, dem wegen seiner Stellungnahme zu sexuellen Übergriffen durch Migranten in linken Kreisen Rassismus vorgeworfen worden war. Ein Statement dazu:

Im Zweifel dagegen

„Sprache ist übersät mit Irritationen, versteckten Wertungen, kleinen Frechheiten und gemeinen Deutungen“, heißt es vollkommen richtig in der Selbstverständniserklärung des in Leipzig betriebenen „Sprachlos“-Blogs. Es ist insofern überaus verdienstvoll, die Zumutungen, Falschbehauptungen und die Irrlogik, der, wie es bei „Sprachlos“ heißt, „ökonomisierten, PR- und werbegesteuerten Sprache der Gegenwart“ aufs Korn zu nehmen. Fragwürdig wird es jedoch dann, wenn die Sprachkritik nicht mehr Wahrheit, Logik und Vernunft verpflichtet ist, sondern selbst zur Ideologie wird. Das war in jüngster Zeit mehrfach ausgerechnet auf jenem „Sprachlos“-Blog zu beobachten, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die verdeckten Bedeutungsgehalte von Texten zu entschlüsseln. Insbesondere die Beiträge Robert Feustels – einer der Betreiber des Blogs – legen nahe, dass auch und gerade bei den selbsternannten linken Sprachwahrern Argwohn angebracht ist. Weiterlesen