„Lefties – Please go home“

Ein Nachtrag zum Versuch von links, das Zeigen von USA-Fahnen und des Transparentes der AG „No Tears For Krauts“ im Rahmen einer Kundgebung unter dem Motto „Afghanistan ohne Taliban“ zu behindern.

 

Am vergangenen Samstag, den 28.08.21, fand in Halle eine Kundgebung mit dem Titel „Afghanistan ohne Taliban“ statt. Die Kundgebung wurde teils von Exil-Afghanen und teils von hallischen Linken organisiert. Letztere lieferten allerdings vor allem das Demo-Know-How und stellten Lautsprecher, Ordner und Moderation. Redebeiträge und Demobanner kamen fast ausnahmslos von den afghanischen Teilnehmern. Auch wenn wir nicht davon ausgehen konnten, dass wir den Organisatoren in jedem Punkt zustimmen würden, fanden wir das Anliegen absolut unterstützenswert. Im Wissen darum, dass es die USA waren, die federführend dazu beigetragen haben, die Taliban in Afghanistan in Schach zu halten und die versucht haben, die Bewohner des Landes vor den schlimmsten Zumutungen des Islam zu schützen, beteiligten wir uns mit einem Transparent, das die Kernforderung unterstreichen sollte: „Ami – Please come back. Den Kampf gegen die Taliban fortsetzen“.

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Trau keinem unter Dreißig. Zum zwanzigsten Geburtstag der Reilstraße 78


Es mag einmal eine Zeit gegeben haben, in der die linke Empörung über Spießbürger berechtigt war. Als die Chancen auf eine wirkliche Veränderung der Gesellschaft gut standen und die alte Ordnung durch klare Regeln, Rückwärtsgewandtheit und Behäbigkeit gekennzeichnet war, war es möglicherweise nicht ganz falsch, sich über deren Repräsentanten lustig zu machen. Bereits die Tatsache, dass die Nazis der Zwanziger und Dreißiger regelmäßig auch gegen „Spießbürger“ und vermeintliche „Reaktionäre“ hetzten, hätte jedoch stutzig machen können. Sie verstanden ihren Verein als jugendliche Aufbruchsbewegung gegen das Alte und Verknöcherte. „Und mögen die Spießer auch schelten / so lass sie nur toben und schrei’n / und stemmen sich gegen uns Welten / wir werden doch Sieger sein,“ heißt es im Lied der Deutschen Arbeitsfront. Mit dem „Spießer“, dem „Reaktionär“ und dem traditionellen Konservativen – auch er ein Feindbild der Nazis – sollte all das verschwinden, das es sich für eine bessere Welt gelohnt hätte zu konservieren: Berechenbarkeit, eine gewisse Selbstbezüglichkeit, die Weigerung, sich dem Zeitgeist unterzuordnen, oder die Wertschätzung des Privaten. Weiterlesen

Aufruf zur Kundgebung in Halle: We stand with Israel

Wir laden zur Teilnahme an der Kundgebung für Israel, gegen Antisemitismus und gegen den islamischen Terror ein.

Anlässlich der jüngsten antisemitischen und israelfeindlichen Manifestationen ruft das Bündnis gegen Antisemitismus Halle zur Kundgebung unter dem Motto “We stand with Israel” am Dienstag, 18.05.2021 (18 Uhr) auf dem Rosa-Luxemburg-Platz (Halle) auf.

Dienstag, 18.05.2021
18:00 – 20:30
Rosa-Luxemburg-Platz (Halle)

Weitere Infos auf facebook: https://www.facebook.com/events/168902241832688

Shutdown des Denkens

Der Aufruf der heutigen Kundgebung und der Realitätsverlust der Linken

Es ist nicht zu übersehen: Die Pandemie, die Sorge um die eigene Gesundheit und die Gesundheit von Freunden, Verwandten, Bekannten, der Lockdown und seine stetige Verlängerung sowie der kaum aufzulösende Widerspruch zwischen dem notwendigen Schutz von Leben und dem Schutz der elementarsten Freiheitsrechte, die seit einem Jahr in einer vorher lange kaum vorstellbaren Weise eingeschränkt werden, lassen die Menschen nicht nur verzweifeln. Sie machen sie auch dumm. Das zeigt nicht zuletzt die inzwischen wieder aufgehobene Ausgangssperre in Halle, die nicht nur an Dreistigkeit, sondern auch an Sinnlosigkeit kaum zu überbieten war. Selbst die Mitglieder des hallischen Krisenstabs dürften gewusst haben, dass sich die meisten der in Halle Erkrankten nicht zwischen 21 und 5 Uhr bei Spaziergängen durch die nächtliche Stadt, sondern zu anderen Zeiten und an anderen Orten mit dem Coronavirus infiziert haben. Die Ausgangssperre war zum einen (wie viele andere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie) Ausdruck von Ohnmacht und Hilflosigkeit: Weil die anderen Versuche, die Pandemie einzugrenzen, aufgrund des hohen Ansteckungsrisikos und der regelmäßigen Mutationen des Virus’ nur bedingt Wirkung zeigten und die Impfkampagne nur schleppend vorankommt, tendiert der Notstandsapparat zu Verzweiflungstaten.
Zum anderen zeigten sich in der Ausgangssperre, direkt damit verbunden, jene Allmachtsgelüste, zu denen der Staat insbesondere in Krisensituationen neigt. Die Exekutive, die Verwaltung und ihre Planspiele tendieren dazu, sich zu verselbstständigen. Zugleich verstärken und beschleunigen sich im Zuge der Pandemie jene Entwicklungen, die bereits vorher auf der Tagesordnung standen – darunter die Auflösung von Öffentlichkeit, das Einkassieren der Differenz zwischen Arbeit und Privatleben (Stichwort: Homeoffice), die Vereinsamung und die Digitalisierung jeglicher Lebensregungen: Herbert Marcuses Rede vom „eindimensionalen Menschen“ erhält durch die Verlegung des Schulbetriebs, der universitären Lehre, der Büroarbeit und der sozialen Kontakte ins Digitale eine neue Bedeutung. Zu fragen wäre nur, ob mit der enormen Beschleunigung all dieser Entwicklungen auch qualitative Veränderungen verbunden sind. Es spricht zumindest einiges dafür: Nicht erst seit Marx ist bekannt, dass Quantität regelmäßig in Qualität umschlägt. Weiterlesen

CSD in Gaza!

Bei der CSD-Demonstration in Halle (07.09.2019) haben wir folgendes Flugblatt verteilt:

PDF Flugblatt: CSD in Gaza!

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer der heutigen CSD-Demonstration,

vielleicht waren einige von Euch schon letztes Jahr dabei, als überraschend viele, überwiegend jüngere Menschen in Halle für die Rechte der Homosexuellen auf die Straße gegangen sind. Vielleicht sind Euch dabei auch einzelne Israelfahnen aufgefallen. Und vielleicht habt Ihr Euch gefragt, warum die Fahnen des jüdischen Staats auf einer solchen Demonstration gezeigt wurden. Das war alles andere als ein Zufall. Weiterlesen

Der Lärm danach. Eine Antwort an unsere Kritiker

Der Redebeitrag, den wir kurz vor Weihnachten bei der Kundgebung vor der Moschee in der Leipziger Roscherstraße gehalten haben, hat offensichtlich eingeschlagen. Laut einigen Internetrittern, denen die Facebook-Aufmerksamkeitsökonomie längst in Fleisch und Blut übergegangen ist, verderben wir mit solchen Texten die Islamkritik; andere sahen durch uns gleich die Opfer des islamischen Terrors verraten. Aber auch von einigen Freunden kam Kritik. Und das ist gut so. Denn (1.) bietet uns diese Kritik die Möglichkeit, einige der Dinge, die in unserem recht eilig entstandenen Redebeitrag notgedrungen zu kurz kommen mussten, auszuführen. (2.) glauben wir, dass zumindest einige der von Freunden vorgebrachten Kritikpunkte tatsächlich diskutiert werden sollten. Weiterlesen

Redebeitrag zur Kundgebung gegen Islamismus in Leipzig

 

 

Wir dokumentieren unseren Redebeitrag zur Kundgebung der Leipziger Initiative gegen Islamismus vor der Al-Rahman-Moschee. Weitere Beiträge und Pressestimmen können auf der Homepage der Initiative (gegen-islamismus.de) sowie auf deren facebook-Seite nachgelesen werden.

[PDF] Redebeitrag von AG »No Tears for Krauts«
zur Kundgebung »Gegen Islamismus in
Leipzig!» am 21. Dezember 2018

Liebe Besucherinnen und Besucher, liebe Genossinnen und Genossen,

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Kundgebung: Gegen Islamismus in Leipzig!

Kundgebung vor der Al-Rahman Moschee

Roscherstraße 33A, 04105 Leipzig
21. Dezember 2018, 12 Uhr

 

Während des Höhepunkts der sogenannten Flüchtlingskrise im Spätherbst 2015 geschah in einer Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Gelände der Neuen Messe in Leipzig etwas Merkwürdiges. Die Betreuer der Einrichtung gaben an, dass sich täglich Bewohner der Unterkunft über die Möglichkeit einer schnellen Rückkehr in ihre Heimatländer erkundigten. Die Helfer rätselten, was diese vorwiegend aus dem Irak und aus Syrien stammenden Menschen, die sich erst unter größten Strapazen und Gefahren den Weg nach Europa gebahnt hatten, dazu bewog, ausgerechnet an jenen Ort zurückkehren zu wollen, von dem aus sie ihre Flucht begonnen hatten. Weiterlesen