Zum Jahresende empfehlen wir die Veranstaltungen aus dem Veranstaltungsprogramm der AG Antifa (Winter 2019/2020)
Zum Jahresende empfehlen wir die Veranstaltungen aus dem Veranstaltungsprogramm der AG Antifa (Winter 2019/2020)
Das Veranstaltungsprogramm der AG Antifa (Winter 2019/2020) Auf der Website der AG Antifa kann der Einleitungstext zum Semesterprogramm nachgelesen werden:
Ein Veranstaltungshinweis unserer Freunde von der AG Antifa: Birgit Ebel (Bündnis 90 die Grünen) und Justus Wertmüller (Redaktion Bahamas) sprechen darüber, wie der Islam die berufliche Praxis verändert und warum kaum jemand einhergehende Missstände benennen möchte.
Donnerstag, 24. Oktober 2019; 19 Uhr
Hörsaal 1, Haus 30, Franckesche Stiftungen, Halle (Saale)
Podiumsgespräch mit Birgit Ebel und Justus Wertmüller Weiterlesen
1985 prägte Richard von Weizsäcker die Formel vom 8. Mai 1945 als dem Tag der Befreiung. Damit begann sich das, was heute Gedenkkultur heißt, als Staatsräson und als Identitätsfaktor im postnazistischen Deutschland zu etablieren: Es war seit der Kapitulation nicht mehr möglich gewesen, trotz Auschwitz guten Gewissens deutsch zu sein – nun lernte die Nation, es wegen Auschwitz wieder zu werden.
Doch die Vergangenheitsbewältigungs-Weltmeister sind müde geworden. Guido Knopps Sendungen sind aus dem Hauptprogramm verschwunden und versauern im Spartenkanal. Die Gedenkfeiern zum 8. Mai und zum 27. Januar sind in Betroffenheits-Routine erstarrt und scheinen selbst ihre Organisatoren zu langweilen. Und die Stimmen, die – wie einst Martin Walser – eine »Dauerpräsentation unserer Schande« beklagen, sind aus der rechten Ecke gekommen und erlangen Aufmerksamkeit.
Eine Veranstaltung der AG Antifa
antifa.uni-halle.de
Ihrer Idee nach sollte die kommunistische Gesellschaft viel gerechter als die kapitalistische sein und überdies nach Marx ein »Verein freier Menschen«. Doch im Namen des Kommunismus verwirklicht hat sich im 20. Jahrhundert vor allem eine totalitäre Gesellschaft. Die Ursachen des Misslingens sucht Hannes Giessler Furlan dort, wo der Kommunismus ansetzte: in der Ökonomie. Der Autor zeigt in seinem Buch, wie die kommunistische Idee eines vernünftig eingerichteten Produktionsprozesses in der Realität einen gewaltigen Staats- und Planungsapparat bedingte, wie sie scheiterte, und was von ihr übrig geblieben ist.
Donnerstag, 2. Mai 2019, 19 Uhr
Melanchthonianum, Universitätsplatz
Halle (Saale)
Dass der Jargon der Antidiskriminierung lagerübergreifend zum guten Ton gehört, weiß man spätestens seit selbst der AfD-Chef Jörg Meuthen vor „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ gewarnt hat. Unter diese Hohlformel der Vorurteilsforschung werden Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Sexismus und so weiter unterschiedslos subsumiert. Der Erfolg der vielfaltsorientierten Antidiskriminierungsideologie, die auf die Gleichwertigkeit der Identitäten pocht, hat seine reale Ursache in der postmodernen Transformation der Arbeitsgesellschaft. In dem Maße wie Unternehmen auf den „arbeitenden Kunden“ (G. Günter Voß) als unbezahlte Arbeitskraft setzen, wachsen die Notwendigkeit und die Bereitschaft, potentiellen Mitmachern jedweder Identität die „Teilhabe am Wertschöpfungsprozess“ zu ermöglichen. Inklusion wird zur betriebswirtschaftlichen Erfordernis, Diskriminierung zum Verlustgeschäft.
Der Identitätsfetisch, dem diese Entwicklung entgegenkommt, beruht seinerseits auf den gleichen sozioökonomischen Voraussetzungen: Wo grenzenlose Mobilität und Anpassungsfähigkeit gefragt sind und „Patchwork-Biografien“ längst zur Norm geworden sind, wird Identität zwangsläufig austauschbar und ihre Herstellung und Transformation dem Subjekt als niemals endende Arbeit an sich selbst aufgetragen. Die krisenhafte Neuerfindung des Selbst in Permanenz provoziert jedoch Abwehrreaktionen: Der Zumutung der kontinuierlichen Identitätsverwandlung entkommt, wer sich auf eine scheinbar fixe Identität zurückzieht, also sein Geschlecht, seine Herkunft oder Kultur zum unantastbaren Wesenskern seines Selbst erhebt. Symptom dieser Krise ist die auch im Westen potente Anziehungskraft des Islam, der alle anderen Identitäten nivelliert und sie an ihren rechtmäßigen Platz auf Erden oder in der Hölle verweist.
Dieser omnipräsente Identitätswahn zeitigt massenhaft antisemitische Erregungen, nicht nur weil im fantasierten Bild des Juden er als Zersetzer von Authentizität und Selbsthaftigkeit erscheint, sondern auch weil Israel das staatgewordene Dementi des Nexus von Natur und Kultur ist, den Identitäre jeglicher Couleur postulieren. Die heute größte Bedrohung für Juden in aller Welt ist der islamische Antisemitismus. Im Krieg gegen die Juden soll sich die verloren geglaubte muslimische Identität behaupten. Davon zu sprechen gilt den staatlichen und zivilgesellschaftlichen Agenten der Antidiskriminierungsideologie aber als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, nämlich als „antimuslimischer Rassismus“. Dass diese Schützenhilfe für judenfeindliche Muslime keine willkürliche Macke ist, sondern der allgegenwärtigen Vielfaltspropaganda unmittelbar entspringt, wird im Vortrag anhand der Frankfurter Bildungsstätte Anne Frank illustriert, die nicht nur ein Trainingsprogramm mit dem Titel „Was gewinnen Betriebe durch Diversity Management?“ anbietet, sondern auch die Kritik des islamischen Antisemitismus sabotiert.
Es spricht ein Vertreter der Gruppe Thunder in Paradise aus Frankfurt a.M.
Eine Veranstaltung der AG Antifa.
antifa.uni-halle.de
Als sich Tausende „klimastreikende“ Schüler am 1. März anschickten, sich von der in Hamburg gastierenden 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg live zur kollektiven „Panik“ aufstacheln zu lassen, begannen Politiker ein Thema zu diskutieren, das bislang vernachlässigt worden war: das Schuleschwänzen. Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien sprach den kleinen Klimademonstranten zwar „größten Respekt“ aus, drohte angesichts der Tatsache, dass deren Proteste immer freitags stattfinden, aber doch mit dem Zeigefinger: „Schwänzen bleibt Schwänzen“. Zugleich verlieh sie der Hoffnung Ausdruck, dass „die Schulen das Thema Klimawandel, die Notwendigkeit politischen Engagements sowie die Möglichkeiten und Konsequenzen des Streiks im Unterricht gründlich vor- und nachbereiten“. Die Sprecher des Schülerstreiks fühlten sich sogleich in ihrer Ehre gekränkt: „Schwänzen ist Fehlen aus Faulheit. Wir fehlen nicht aus Faulheit, sondern aus einer Dringlichkeit heraus. Wir streiken für unsere Zukunft.“
Wo nicht mal mehr die Jugendlichen selbst auf die Idee kommen, die ihnen mit einem zugedrückten Auge gewährten Streikstunden zu nutzen, um auf dem Sofa zu lümmeln oder im Kino zu knutschen, befinden wir uns im Deutschland des 21. Jahrhunderts. Der Freitag als Tag des Übergangs von der Woche zum Wochenende ist hier die Zeit einer kollektiven Selbstdressur zu freiwilligem Gehorsam. Kinder im Übergang zur Erwachsenheit sind hier nicht launisch, verführbar und anfällig für Verwahrlosung, wie in besseren Zeiten der bürgerlichen Gesellschaft, sondern schlagen allenfalls zu dem Zweck über die Stränge, sich für den symbolischen Elternmord zu rüsten, den sich nicht wenige Erwachsene von ihnen erhoffen, um von ihrem miserablen Dasein erlöst zu werden: „Dann kriegen wir halt Fehlstunden, das nehmen wir in Kauf.“ Der Psychopathologie dieser Dynamik wird die Veranstaltung in zwei Vorträgen nachgehen.
Tjark Kunstreich wird den Zusammenhang zwischen Selbstermächtigung, Empathielosigkeit und Hass auf die Eltern nachgehen, der sich an der massenhaften Begeisterung für Greta Thunberg zeigt.
Magnus Klaue wird an der Geschichte „politischer“ Kinder- und Jugendliteratur von Gudrun Pausewang bis Robert Habeck zeigen, wie das hybride Bemühen, Kindern „eine Stimme“ zu geben, die Zerstörung kindlicher Erfahrung und jugendlicher Renitenz befördert.
Eine Veranstaltung der AG Antifa
http://antifa.uni-halle.de/
Factory Magdeburg
Sandbreite 2, Magdeburg
Am 9. April laden wir zu unserer Veranstaltung „Solidarität mit Israel“ nach Magdeburg ein. Seitdem wir auf den Vortrag hinweisen, wird der Betreiber des Veranstaltungsortes, der Factory Magdeburg, täglich mit Anrufen, E‑Mails und Posts bombardiert, um eine Absage für die Veranstaltung zu erwirken. Neben den für Magdeburger Verhältnisse typischen Vandalismus-und Gewaltandrohungen waren die anonymen Anrufer diesmal sehr kreativ und gaben sich mal als Vertreter des Studierendenrates, mal als Stadtabgeordnete aus. Nachdem Geld für eine Absage geboten wurde, wird nun mit Boykott der Factory gedroht. Diesen ganzen Aufwand betreiben einige Magdeburger Linke, um eine Veranstaltung, die Solidarität mit Israel heißt, zu verhindern. Um nicht direkt gegen Israel argumentieren zu müssen – denn dann wüsste auch der Dümmste, dass es sich um linke Antisemiten handelt –, werden die veranstaltenden Gruppen, der Referent und Supporter als Rassisten, Nationalisten und zum Teil als Rechtsradikale dargestellt. Und das alles nur, um von ihrem Hass auf Israel abzulenken. Wir freuen uns auf die Veranstaltung am 9. April, haben uns aber dazu entschlossen, den Veranstaltungsort zu ändern, den wir noch rechtzeitig bekannt geben. Weiterlesen
Wir dokumentieren unseren Redebeitrag zur Kundgebung der Leipziger Initiative gegen Islamismus vor der Al-Rahman-Moschee. Weitere Beiträge und Pressestimmen können auf der Homepage der Initiative (gegen-islamismus.de) sowie auf deren facebook-Seite nachgelesen werden.
Liebe Besucherinnen und Besucher, liebe Genossinnen und Genossen,
Zum Jahresende empfehlen wir die Veranstaltungen der AG Antifa in Halle:
Vortrag und Diskussion mit Philipp Lenhard
Melanchthonianum, Halle (Saale)
Jahresabschlussveranstaltung mit Vorträgen, Diskussion und anschließender Party
VL, Ludwigstraße 37 in Halle