Online-Vortrag mit Ulrike Becker vom Mideast Freedom Forum Berlin über die deutsch-iranischen Beziehungen zwischen Atomdeal, Massenprotesten und Hinrichtungswellen.

Kurzmitteilung

Wir empfehlen die Online-Vorträge der AG Antifa (Uni Halle) und freuen uns auf interessante Diskussionen. Weitere Online-Veranstaltungen im Winersemester 2020/2021 sind in Vorbereitung: https://www.facebook.com/agantifaschismus/events/

05.11.2020, 19:00
Infos zum Live-Stream: https://www.facebook.com/events/347591423020872

Online-Vortrag und Diskussion mit Ulrike Becker

Teheran Tabu? — Die deutsch-iranischen Beziehungen zwischen Atomdeal, Massenprotesten und Hinrichtungswellen.

Während die USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran ausgetreten sind und das islamistische Regime in Teheran mit harten Sanktionen zu einem Politikwechsel zwingen wollen, setzen Bundesregierung und EU weiter auf Zusammenarbeit und den Atomdeal aus dem Jahr 2015.
Die Haltung Deutschlands wirft Fragen auf: Warum verzichtet die Bundesregierung weitgehend auf Mittel des politischen Drucks, trotz massiver Menschenrechtsverletzungen, der tödlichen Niederschlagung der Bürgerrechtsbewegung, einer Hinrichtungs- und Verhaftungswelle im Iran und weiterhin permanenter Vernichtungsdrohungen gegen Israel sowie Verstößen gegen die Auflagen des Atomdeals und einer terroristischen Außenpolitik? Der Vortrag geht auf die Lage Protestbewegung im Iran ein, auf die Zuspitzung des Streits um das iranische Atomprogramm und auf die deutsche Iran-Politik. Dabei wird auch die Frage diskutiert, was die Gründe dafür sind, dass die Bundesregierung an einer Politik festhält, die man als Appeasement bezeichnen kann.

Anleitung zur Teilnahme am Live-Steam und Hinweise zum Ablauf der Diskussion: https://www.facebook.com/events/347591423020872

Verharmlosung von Antisemitismus am Jahrestag der Reichsprogromnacht anlässlich des Anschlags von Halle

Kurzmitteilung

Meanwhile in Halle: Das Interdisziplinäre Zentrum für europäische Aufklärung und das Seminar für Judaistik/jüdische Studien der MLU beschäftigten sich in einem Vortrag mit dem »Missbrauch der Dialektik der Aufklärung« und dem »Antisemitismusvorwurf«. Dafür haben sie sich ein ganz besonderes Datum ausgewählt. Die Genossen von der AG Antifa skandalisieren diese Veranstaltung in einem offenen Brief.

 

Offener Brief an das Interdisziplinäre Zentrum für europäische Aufklärung (IZEA Uni Halle) und das Seminar für Judaistik/Jüdische Studien der Universität Halle

 
Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Professor Dierken, sehr geehrter Herr Professor Fraisse, sehr geehrter Herr Professor Fulda,
 
am 82. Jahrestag der Reichspogromnacht, am 9. November 2020, organisieren Sie eine Online-Veranstaltung mit dem Soziologen Moshe Zuckermann. Der Vortrag trägt den Titel: „Antisemitismus-Vorwurf und die Apologie des Kapitalismus: Zum Missbrauch der Dialektik der Aufklärung“. Der in Israel umstrittene Zuckermann wird erklären, dass der Vorwurf des Antisemitismus nur der Legitimation der israelischen Politik diene und der zeitgenössische Antizionismus nichts mit Antisemitismus zu tun habe. Anders als gern von ihm behauptet, haben neuere Studien jedoch gezeigt, dass sich hinter dem Drang, den jüdischen Staat zu kritisieren, oft kaum mehr als das Bedürfnis verbirgt, wieder ungeniert gegen Juden hetzen zu können. Zuckermann wird deshalb in Deutschland überall dort zustimmend zitiert, wo es nicht um das Wohl der Palästinenser geht, sondern die Existenz des jüdischen Staates insgesamt als störend empfunden wird. Sowohl die nationalbolschewistische Tageszeitung „Junge Welt“ als auch der antisemitische Verschwörungstheoretiker Ken Jebsen beziehen sich gern auf ihn.
Besonders geschichtsvergessen ist es, dass Sie die Veranstaltung am 9. November stattfinden lassen, dem Tag, an dem 1938 mehr als tausend Synagogen zerstört, achthundert Juden ermordet und Zehntausende in Konzentrationslager verschleppt wurden. Sie missbrauchen das Gedenken an die Reichspogromnacht damit für die Kritik der israelischen Politik, die laut Zuckermann hinter dem vermeintlich ungerechtfertigten Antisemitismus-Vorwurf stecke.
Wenn Sie die Veranstaltung darüber hinaus in eine Vortragsreihe über den „globalen Antisemitismus“ einbetten, die noch dazu mit einem Bild der zerschossenen Synagogen-Tür von Halle beworben wird, die im letzten Jahr über 50 Betenden das Leben rettete, entsteht sogar der Eindruck, Sie wollten den gegenwärtigen Antisemitismus verharmlosen. Oder glauben Sie wirklich, dass der Pogromnacht von 1938 angemessen gedacht wird, wenn nicht der Antisemitismus, sondern der „Antisemitismus-Vorwurf“ kritisiert wird? Und denken Sie tatsächlich, dass der „Antisemitismus-Vorwurf“ ein ähnliches Problem darstellt wie der globale Antisemitismus, den seit 1945 hunderte Juden mit dem Leben bezahlen mussten? Um es offen auszusprechen: Auch wenn es im Bewusstsein um die »Dialektik der Aufklärung« leider keine Überraschung ist, dass ein Zentrum für die Erforschung der europäischen Aufklärung und ein Seminar für Jüdische Studien eine solche Veranstaltung am Tag der Reichspogromnacht (und genau einen Monat nach dem einjährigen Jubiläum des Anschlags von Halle) in der Saalestadt stattfinden lassen wollen, ist das ein Skandal.
 
Mit freundlichen Grüßen,
AG Antifa im Studierendenrat der Universität Halle

 

Gedenkkundgebung zum antisemitischen Terroranschlag am 9.10.2019 in Halle

Kurzmitteilung

Gedenkkundgebung zum Terroranschlag vor einem Jahr in Halle:
„Solidarisch gegen Antisemitismus und rechten Terror“ (7.10.2020)


(via JFDA — Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus)

We don’t need no education. Erfahrungen aus der beruflichen Praxis im Umgang mit dem Islam.

Kurzmitteilung

Ein Veranstaltungshinweis unserer Freunde von der AG Antifa: Birgit Ebel (Bündnis 90 die Grünen) und Justus Wertmüller (Redaktion Bahamas) sprechen darüber, wie der Islam die berufliche Praxis verändert und warum kaum jemand einhergehende Missstände benennen möchte.

Donnerstag, 24. Oktober 2019; 19 Uhr
Hörsaal 1, Haus 30, Franckesche Stiftungen, Halle (Saale)

We don’t need no education. Erfahrungen aus der beruflichen Praxis im Umgang mit dem Islam.

Podiumsgespräch mit Birgit Ebel und Justus Wertmüller

2018 erschien das Buch „Kulturkampf im Klassenzimmer. Wie der Islam die Schulen verändert“. Verfasst wurde es von der Pädagogin Susanne Wiesinger, Lehrerin an einer Wiener Brennpunktschule. Schonungslos schildert sie die Zustände an ihrer Schule. Sie spricht von Schülern, die nicht willens sind, Deutsch zu lernen, ihre Mitschülerinnen zwingen, sich zu verhüllen, und ihre Religion über alles stellen. Darüber hinaus berichtet sie von der Verharmlosung und dem Herunterspielen dieser Zustände durch Stadtschulrat und Gewerkschaften.

Nicht nur im Schulbetrieb Österreichs werden zunehmend Stimmen lauter, die auf Probleme im Umgang mit Menschen aus islamisch geprägten Ländern hinwiesen und die rigiden „Wertvorstellungen“ der selbsternannten Religion des Friedens kritisieren. In Nordrhein-Westfalen wies eine Lehrerin Ende August darauf hin, dass viele Schüler unter dem stark ansteigenden Prozentsatz muslimischer Schüler merklich leiden. „Moslems weigerten sich plötzlich, die Gleichwertigkeit aller Religionen anzuerkennen und reagierten heftig, wenn jemand den Islam kritisierte. Diskussionen über Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau oder Verweise auf das Grundgesetz endeten mit üblen Beleidigungen und der Einforderung von Respekt.“ (Westdeutsche Allgemeine Zeitung)

Ereignisse, wie sie von Pädagogen aus Deutschland und Österreich beschrieben werden, findet man auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen. Ob Flüchtlingshilfe, Kindertagesstätten oder Polizei – überall gibt es Personen, die auf Probleme mit Menschen, die dem Islam angehören oder wesentlich von ihm beeinflusst wurden, hinweisen. Nicht selten werden die beschriebenen Zustände als Einzelfälle abgetan, wenn sie denn überhaupt thematisiert werden. Oftmals sehen sich diejenigen, die solche Fälle skandalisieren, mit dem Vorwurf des Rassismus oder der Islamfeindlichkeit konfrontiert. Notwendige Debatten werden erschwert und als Fall für den rechten Rand denunziert.

2014 gründete sich die ehrenamtliche Empowerment- und Präventionsinitiative „extremdagegen!“, um über Probleme des Extremismus und speziell auch des Islamismus in und rund um Schulen auf-zuklären. Auslöser für die Gründung war die Lage vor Ort in der Stadt Herford, die als Salafistenhochburg immer häufiger in die lokalen und überregionalen Schlagzeilen geriet. Wir wollen mit der Gründerin dieser Initiative, Birgit Ebel (B’90/Die Grünen) ins Gespräch kommen und über ihre Erfahrungen als Pädagogin diskutieren. Außerdem werden wir mit dem Redakteur der Zeitschrift „Bahamas“ und Buchautor Justus Wertmüller darüber sprechen, warum es insbesondere bei Menschen aus islamischen Ländern immense Integrationsschwierigkeiten gibt und weshalb sich das mediale und politische Interesse bei dieser Problemstellung so stark zurückhält.

Presse-Mitteilung der AG Antifa im StuRa der MLU zum Auftritt des antisemitischen BDS-Rappers Talib Kweli im Tanzklub Drushba Halle

Kurzmitteilung

Am 11. Juli 2019 soll der Judenhasser und erklärte Feind Israels Talib Kweli im Tanzklub Drushba (Halle) auftreten. Der Musiker unterstützt die BDS-Bewegung («Boycott, Divestment and Sanctions»), eine Organisation, die zum Boykott Israels aufruft, das Land als Apartheidsstaat deklariert und das Existenzrecht Israels in Frage stellt. Der Deutsche Bundestag hatte unlängst BDS als antisemitisch eingestuft. Kweli wirft dem Bundestag sogar vor, sich durch diese Entscheidung mit dem Faschismus einzulassen. Er argumentiert mit einer „weißen Vorherrschaft“ und „weißen Juden“, die gemeinsame Sache mit Nazis und dem Ku-Klux-Klan machen würden.

Wir fordern die Betreiber des «Klub Drushba» auf, das Konzert mit Talib Kweli abzusagen. Kein Verständnis haben wir dafür, dass Aktivisten, die in rassistische, antisemitische und hetzerische Aktionen sowie BDS-Kampagnen verwickelt sind, eine Bühne geboten wird. Die Betreiber der Drushba müssen sich überlegen, ob sie im Gegensatz zu Veranstaltern aus Düsseldorf und München antisemitischer Propaganda öffentlichen Raum verschaffen wollen.

Zu den Hintergründen: https://www.facebook.com/notes/ag-antifa/presse-mitteilung-zum-auftritt-des-antisemitischen-bds-rappers-talib-kweli-im-ta/2439035092784418/

Bonjour Tristesse #23 (Sommer 2018)

Kurzmitteilung

Bonjour Tristesse #23
(Sommer 2018)

Die neue Bonjour Tristesse ist da. Das gedruckte Heft liegt an den bekannten Orten in Halle, Leipzig und Dessau aus. Hier geht es zu den Beiträgen im Blog: bonjourtristesse.wordpress.com

Download [PDF] Bonjour Tristesse 232018

DIE THEMEN DER AUSGABE #23:

Bonjour Tristesse #22 (Herbst 2017)

Kurzmitteilung

Die Herbstausgabe der Bonjour Tristesse ist erschienen und liegt an den bekannten Orten in Halle, Leipzig und Dessau aus. Mit dieser Ausgabe erscheint die hallische Zeitung Bonjour Tristesse seit 10 Jahren. Wir gratulieren zum Redaktions-Jubiläum, lasst die Korken knallen. Hier gehts zu den Beiträgen im Blog: bonjourtristesse.wordpress.com

Bonjour Tristesse #22
(Herbst 2017)

Download [PDF] Bonjour Tristesse 222017

DIE THEMEN DIESER AUSGABE: