Kundgebung zum Frauenkampftag 2022

Redebeitrag der AG NTFK zum Frauenkampftag 2022
AG No Tears For Krauts: I’ts only words

weitere Redebeiträge: https://​artemis​-halle​.tumblr​.com/​f​r​a​u​e​n​k​a​m​p​f​t​a​g​2​022

  1. Gruppe Artemis: “Feminismus ist für alle gut
  2. Feministinnen aus Leipzig: Antifeminismus in der eigenen Politgruppe
  3. Hannah Kassimi: Fleeing Womanhood like a House on Fire: Gründe für eine Transition und Detransition
  4. AG Widerspruch Leipzig: Genitalverstümmelung: Das Elend der Frauen aller Kontinente
  5. Nico­le Thies, Vor­stands­frau Dor­no­sa e.V.: Wir brauchen eine starke Frauenbewegung!
  6. Pirnaer Autonome Linke: Zur Lage von Frauen außerhalb Europas
  7. AG No Tears For Krauts: I’ts only words
  8. Naida Pintul: Intersektionale Ignoranz: Frauen im Islam
  9. SISTERS E.V. Leipzig: Kritik an der Prostitution

Eine Veranstaltung von Gruppe Artemis Halle

Dienstag, 08. März 2022, 16 Uhr
Hallmarkt, Halle (Saale)
facebook: https://​fb​.me/​e​/​1​Y​W​A​V​F​OGs

1908 wurde in den USA zum ersten Mal der Frauenkampftag begangen. Über hundert Jahre später hat dieser Tag kein Stück an Relevanz verloren. Im Laufe der Geschichte wurden nach und nach wichtige Meilensteine für die Emanzipation der Frau gesetzt, sie erfuhr zunehmend gesetzliche sowie gesellschaftliche Gleichheit. Jedoch findet im Spätkapitalismus stetig eine Verschiebung von Geschlechterrollen und ‑erwartungen statt. Die wenigsten Mitglieder unserer Gesellschaft vertreten heute noch das konservative “Frau am Herd”-Stereotyp, wie es vor 70 Jahren noch gang und gäbe war. Durch die Ausbreitung des Kapitalismus transformierte sich das bisher familiäre Leben der Frau zum gesellschaftlichen; das traditionelle Familienmodell bricht auf. Man könnte also meinen, die Frauenfeindlichkeit, zumindest westlicher Gesellschaften, wäre bald besiegt. Doch wirft man beispielsweise einen Blick auf Statistiken zu geschlechtsbezogener Gewalt, Anfeindungen in Kunst und Musik oder auch medizinischen Fortschritt, bemerkt man schnell, dass die Benachteiligung und Herabwürdigung der Frau offenbar nach wie vor en vogue ist. Dementsprechend muss es neue Instanzen geben, die Frauenhass hervorbringen und reproduzieren.

Wir sind der Ansicht, dass es wichtig ist den Frauenkampftag weiterhin als Frauenkampftag zu bestreiten statt diverse Diskriminierungsformen und “Feminismen” darunter zu vereinen – nicht zuletzt, weil auch postmoderne Ideologien, aus denen die Forderung, intersektional alles unterm Feminismus vereinen müssen zu können, selbst genügend misogynes Potential in sich tragen. Auch in Halle hat sich in den letzten Jahren ein “feministischer Kampftag” etabliert, der mitunter durch autoritäre Stimmungsmache gegen Feministinnen mit der “falschen” Meinung auffiel. Wir wollen uns dem entgegensetzen indem wir eine eigene politische Veranstaltung organisieren.
Unsere Wut über die Verhältnisse, sowie unsere Forderungen wollen wir dieses Jahr am Achten März auf die Straße tragen. Wir werden zum Frauenkampftag eine Kundgebung veranstalten, auf der verschiedenste Themen besprochen werden sollen, die sich mit Misogynie in unserer Gesellschaft sowie anderen Kulturräumen befassen und Ursprünge von Gewalt an Frauen analysieren.

 
Frauenhass ist immer noch bittere Realität.

Heraus zum Achten März!